Europa wächst zusammen - die neue Koralmbahn
Ein Meilenstein für die Transeuropäischen Netze (TEN-V)
Bahnfahrt von Wien nach Klagenfurt über Graz und Bahnhof Weststeiermark am 21.12.2025
Mit der Eröffnung der Koralmbahn am 14. Dezember 2025 beginnt für den Schienenverkehr in Österreich und Europa eine neue Ära. Als Teil der neuen Südstrecke verbindet dieses „Jahrhundertprojekt“ die Weststeiermark mit Südkärnten über 130 Kilometer neue Strecke, 50 Tunnelkilometer und über 100 Brücken. Das Herzstück ist der 33 Kilometer lange Koralmtunnel, der sechstlängste Eisenbahntunnel der Welt. Doch die Koralmbahn ist weit mehr als eine regionale Verbindung: Sie ist ein entscheidendes Puzzlestück der Transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN-V).
Was sind Transeuropäische Netze (TEN)?
Die Transeuropäischen Netze sind ein zentrales Programm der Europäischen Union, um den Binnenmarkt zu stärken und den wirtschaftlichen sowie sozialen Zusammenhalt zu fördern. Sie umfassen die Bereiche Energie, Telekommunikation und Verkehr.
Im Bereich Verkehr (TEN-V) ist das Ziel die Schaffung eines effizienten, interoperablen und nachhaltigen europäischen Verkehrsraums. Dies umfasst Schienenwege, Straßen, Wasserstraßen, Häfen und Flughäfen. Die Netze sollen Engpässe beseitigen und technische Barrieren zwischen den Mitgliedstaaten abbauen.
Der Aufbau des Verkehrsnetzes (TEN-V)
Das TEN-V-Netz ist strategisch in drei Ebenen unterteilt:
- Das Kernnetz (Core Network): Die strategisch wichtigsten Verbindungen, die bis 2030 fertiggestellt sein sollen.
- Das erweiterte Kernnetz: Eine zusätzliche Ebene, deren Vollendung bis 2040 angestrebt wird.
- Das Gesamtnetz (Comprehensive Network): Gewährleistet die Anbindung aller Regionen und soll bis 2050 realisiert werden.
Zur effizienten Umsetzung wurden neun europäische Verkehrskorridore definiert, die als multimodale Hauptachsen den Kontinent durchqueren.
Österreich und der Baltisch-Adriatische Korridor
Österreich liegt am Schnittpunkt von insgesamt vier dieser Korridore, darunter die Donauachse und die Brennerachse. Die Koralmbahn ist zusammen mit dem Semmering-Basistunnel ein integraler Bestandteil des Baltisch-Adriatischen Korridors.
Dieser Korridor verbindet die Ostseehäfen in Polen (wie Danzig und Gdynia) über Wien und Graz mit den Adriahäfen in Italien und Slowenien (wie Triest, Venedig und Koper). Durch die Koralmbahn verkürzt sich die Reisezeit zwischen Graz und Klagenfurt von ehemals rund zwei Stunden auf nur noch 41 Minuten. Auch internationale Ziele rücken näher: So verkürzt sich die Fahrtzeit von Wien nach Triest um fast drei Stunden.
Finanzierung durch die EU: Die „Connecting Europe Facility“ (CEF)
Großprojekte wie die Koralmbahn werden massiv durch die EU unterstützt. Das wichtigste Instrument hierfür ist die Connecting Europe Facility (CEF).
- Fördersätze: Für grenzüberschreitende Schienenprojekte oder die Beseitigung von Engpässen können Kofinanzierungen von bis zu 40 % oder sogar 50 % (bei Studien) gewährt werden.
- Budget: Im aktuellen EU-Finanzrahmen (2021–2027) stehen allein für den Verkehrsbereich über 25 Milliarden Euro zur Verfügung.
Fazit: Ein Gewinn für Mensch und Umwelt
Die Einbindung der Koralmbahn in das TEN-V-Netz macht den Schienenverkehr zur echten Alternative zum Auto und Flugzeug. Sie fördert eine klimafreundliche Mobilität, stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich und lässt Europa ein Stück enger zusammenwachsen.
Europetrain 2025 am 9. und 16. Mai
Europetrain 2025 – Ein Tag voller Geschichte, Dialog und Nostalgie
Von einer charmanten Oldtimer-Straßenbahn durch die Stadt bis hin zur spannenden Podiumsdiskussion in der Finnischen Botschaft – am 16. Mai 2025 drehte sich alles um 30 Jahre EU-Beitritt von Österreich, Schweden & Finnland.
Mit auf dem Podium:
Dr. Franz Fischler (ehem. EU-Kommissar)
Annika Markovic (Botschafterin von Schweden)
Anna Salovaara (Stellv. Botschafterin von Finnland)
In reger Diskussion wurde deutlich: Europa lebt von Zusammenarbeit, Austausch und gemeinsamen Visionen – damals wie heute.
Zum krönenden Abschluss: eine nostalgische Fahrt mit der Straßenbahn durch die europäische Geschichte – natürlich mit dem Fokus auf unsere Partnerländer Finnland und Schweden.
9. Mai 2025 – Europatag auf Schienen
30 Jahre EU-Beitritt Österreichs – gefeiert mit einer ganz besonderen Fahrt: einer Oldtimer-Straßenbahnfahrt - dem EUROPETRAIN - durch Wien, voller Geschichte, Gespräche und Ausblicke auf Europas Zukunft.
Mit dabei:
Mag. Lukas Mandl (Mitglied des Europäischen Parlaments)
MMag. Christian Mandl (Wirtschaftskammer Österreich)
Diskutiert wurden die wirtschaftlichen Effekte der EU-Mitgliedschaft, aktuelle Herausforderungen für Europa – und Österreichs Rolle im Herzen Europas.
Neben spannenden Gesprächen gab’s auch Nostalgisches & Wissenswertes rund um die Straßenbahn- und Eisenbahngeschichte – ganz im Zeichen von Fortschritt und Erinnerung.
Hier geht's zum Video "Europetrain 2025"
Bayerischer Wald – Glas, Bunker und Grenzerfahrungen
Die Studienreise im Herbst 2025 wird sich auf die Region des Bayerischen Waldes konzentrieren, mit Schwerpunkten in Bayrisch Eisenstein und Markt Eisenstein, sowie Zwiesel.
Die Reise bietet eine Mischung aus kulturellen, historischen und naturkundlichen Erlebnissen.
Zentrale Orte und Aktivitäten der Studienreise:
Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein / NaturparkWelten:
Der Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein ist ein zentraler Anlaufpunkt. Die Grenze verläuft dabei direkt durch das Bahnhofsgebäude.
Hier befinden sich die NaturparkWelten - das Europäische Fledermauszentrum, die Ausstellung "König Arber", das Ostbayerische Skimuseum, sowie eine Ausstellung und Installation zur Geschichte der Eisenbahn. Die Ausstellung "Grenze - Kalter Krieg" ist ebenfalls Teil der NaturparkWelten,
Bunkeranlagen in Markt Eisenstein:
Zwiesel – Glas und Unterirdische Gänge
Auf dem Programm stehen eine Stadtführung mit Besichtigung der Unterirdischen Gänge, eine Kaffeeverkostung und ein Kamingespräch mit Vertretern vor Ort, was Gelegenheit zum Austausch und tieferen Einblicken bietet.
Böhmerwaldmuseum in Wien:
Abgerundet wird die Studienreise durch einen Besuch des Böhmerwaldmuseums in Wien.
Kurz notiert:
Geldmuseum der Österreichischen Nationalbank
Bei der Führung durch das Geldmuseum am 17. Oktober 2025 gab es Wissenswertes rund um 2.600 Jahre Geld- und über 200 Jahre Bankgeschichte.
Vom Goldbarren über erste Münzen bis zum Euro konnte alles begutachtet und bestaunt werden.
World Press Photo 2025
Am 30. Oktober 2025 waren wir dabei:
Die World Press Photo Ausstellung vereint die weltbesten Arbeiten auf dem Gebiet des Fotojournalismus. In unübersichtlich erscheinenden Zeiten sind es die Bilder der Pressefotograf:innen, nicht selten aufgenommen unter Einsatz ihres Lebens, die Orientierung bieten. Sie verbinden uns mit der Welt, sie machen abstrakte Nachrichten begreifbar, sie zeigen, was ist.
Ausgewählt wurden die 42 prämierten Gewinner:innen von internationalen Fachjurys aus insgesamt 59.320 Einsendungen von über 3.700 Fotograf:innen aus 141 Ländern.
[https://www.westlicht.com/westlicht/de/programm/ausstellungen/worldpressphoto2025]
Konferenz über die gewerkschaftliche Zusammenarbeit in Europa
Von 27.-29. Mai 2026 fand die 37. Konferenz über die gewerkschaftliche Zusammenarbeit in Europa in Vilnius statt.
Thema: "Der Mensch und die künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz"
Am Bild: Vizepräsident d. EAW KR Friedrich Pöltl, EU- Abgeordneter a.d. und Landtagsabgeordneter von Burgenland Christian Sagarzt, Bundesvorsitzender d. FCG vida Christian Gruber und Nationalratspräsident a.d. Fritz Neugebauer
Europatag 2024 mit dem ORF
und vielen jungen und junggebliebenen Europäern und Europäerinnen
Anlässlich des Europatages 2024 begab sich die Europäische Akademie Wien traditionell mit ihrem “Europetrain” auf eine Reise durch Europa in Wien. Heuer nahmen Schülerinnen und Schüler einer Volksschule aus Wien, sowie Vertreterinnen und Vertreter der tschechisch-österreichischen und der slowakisch österreichischen Vereine an den Ausfahrten der Oldtimertramway, Baujahr 1927, teil. Der ORF begleitete diese Initiative der Europäischen Akademie Wien mit der Fernsehkamera und dem Radiomikrofon.
Der Präsident der Europäischen Akademie Wien, Michael Wiesinger, führte die Fahrgäste durch eine vielleicht weniger bewusste Seite Wiens, auch wenn die Fahrt durch bekannte Gegenden, den 3. Bezirk und dann rund um den Ring ging. Europa und die EU sind nämlich überall und hinter jeder Ecke durch EU-Projekte präsent. Europa hautnah zu erleben, ist das Abenteuer mit der alten “Elektrischen”.
Es war sehr erstaunlich und hoch erfreulich, wie sich Schülerinnen und Schüler einer 4. Klasse Volksschule für Europa begeistern ließen. Es wurde die Europafahne in der alten Bim ausgebreitet und viel über Europa gesprochen. Dass es sich dabei um eine Integrationsklasse, auch mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen, handelte, war von besonderer Bedeutung. Alle waren interessiert und aufmerksam mit an Bord. Ein Dank darf an dieser Stelle den Lehrerinnen ausgesprochen werden, die die Schülerinnen und Schüler thematisch exzellent vorbereitet haben. (Aus Gründen des Datenschutzes dürfen wir nur sehr eingeschränkt Fotos von dieser SchülerInnenfahrt publizieren.)
In den Lehrplänen ist das Thema Europa bereits ab der 4. Klasse Volksschule vorgesehen. Es ist eine wesentliche Aufgabe der Europäischen Akademie Wien, die Jugend- und Erwachsenenbildung auf ihre Fahnen heftet, positive Begeisterung für Europa auch schon bei den Jüngsten zu generieren. Gleichermaßen bringen beispielsweise Studienreisen der Akademie „älteren Semestern“ Europa nahe.
Die abendliche Ausfahrt war 2024 den Cross Border Beziehungen zu Tschechien und der Slowakei gewidmet. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Vereine, die die tschechischen und slowakischen Bevölkerungsgruppen in Wien vertreten, konnten in der Oldtimertramway begrüßt werden. Frau Michaela Jana Löff, die selbst tschechische Wurzeln hat, spricht die Sprache fließend und war gemeinsam mit Michael Wiesinger eine der Hauptverantwortlichen für diese herausragende Fahrt. Der ORF begleitete uns die gesamte Reise durch Wien über. Viele Gespräche fanden vor und abseits der Kameras statt. Auch “mit von der Partie” waren u.a. Vizepräsident Fritz Pöltl, Generalsekretärin Ingrid Pöltl und der neu gewählte Präsident der Paneuropabewegung, Rainhard Kloucek. Er folgte kürzlich Karl von Habsburg in diesem Amt nach. Den Bogen zur aktuellen Europapolitik schloss Lukas Mandl. Als Mitglied des Europäischen Parlaments stand er für aktuelle Fragen Rede und Antwort. Seine herausragende Fachkompetenz und die Empathie für die europäische Völkervielfalt begeisterten. Es ist zu hoffen, dass Lukas Mandl auch weiterhin dem EU Parlament angehören wird.
Hanna und Laura gilt unser Dank für die alljährliche kulinarische Versorgung im Zug.
Auch 2025 wird die Europäische Akademie Wien wieder rund um den Europatag mit ihrem “Europetrain” unterwegs sein. Sie möchten mitfahren?
Anfragen an: [email protected]
Straßburg – Demokratie und Menschenrechte
Im September 2023 besuchte eine Delegation der Europäischen Akademie Wien gemeinsam mit Christgewerkschafter:innen das Europaparlament und den Europarat in Straßburg.
Der Wirkungsbereich des Europarates als Hüter der Demokratie und der Menschenrechte erstreckt sich räumlich deutlich über die Grenzen der EU hinaus. Auch der bekannte Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bildet einen Teil des Europarates. Besonders inhaltlich intensiv widmete sich die Gruppe der Auseinandersetzung mit der Europäischen Sozialcharta. Hier sind unter anderem Grundrechte für Arbeitnehmer:innen verankert (Das Recht auf Arbeit, das Recht auf Kollektivvertragsverhandlungen, usw.).
Lukas Mandl begrüßte als Mitglied des Europäischen Parlaments die Gäste aus Wien und erläuterte zu Beginn einer Diskussionsrunde die Aufgaben und die gelebte Praxis des EU-Parlaments. Nach dem Besuch einer Plenarsitzung wurde bei einem abschließenden Abendessen ausführlich über die Europäische Union und allgemeine politische Fragen, wie z.B. den Russland Krieg, mit Abgeordneten Mandl debattiert.
„Europa ist auch für die Wahrung der Interessen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern von immenser Bedeutung. Der Arbeitsmarkt ist internationaler und mobiler geworden. Umso wichtiger ist eine funktionierende, europäische Zusammenarbeit“, so der Vizepräsident der Europäischen Akademie Wien und Kammerrat der AK Wien Friedrich Pöltl abschließend.
Bildtext:
v.l.n.r.: Präsident Wiesinger, Abgeordneter Mandl, Vizepräsident Pöltl
Studienreise in die Ostslowakei
Im Rahmen einer großen Studienreise der Europäischen Akademie Wien in die Ostslowakei und in die Hohe Tratra wurde beim Besuch der Universität Kosice eine Kooperation der beiden Institutionen vereinbart. Die akademische Leiterin der Akademie, Michaela Jana Löff und Präsident Michael Wiesinger werden daher mit einer kleinen Delegation im Juni 2024 erneut nach Kosice reisen. Aktuelle Details erfahren Sie auf dieser Website.
(im Bild: Fritz Pöltl, Michaela Löff, Vizerektorin Tomascikova, Michael Wiesinger)
Europetrain - Europatag 2022
9. Mai 2022
Text von Anika Valeskini, 4. Klasse BG 21 Schullschiff „Bertha von Suttner“
Sie absolvierte die beruftspraktischen Tage im Februar 2022 in der Europäischen Akademie Wien und arbeitete am Projekt „Europetrain“ aktiv und maßgeblich mit.
Am 9. Mai ist Europatag. Diesen wollen wir groß feiern. Um auf ihn aufmerksam zu machen, hat die Europäische Akademie eine fast 100 Jahre alte Straßenbahn von einer Malerin gestalten lassen. Mit ihr wird es eine Spurensuche durch Wien geben, die zeigt, wie hautnah Europa in unserem Alltag ist.
In dieser Straßenbahn wird es für die Fahrgäste „Europaführungen durch Wien geben. Schon von außen soll die Bemalung von ihr auf den Europatag hinweisen.
Insgesamt wird es 5 Fahrten geben, welche je eine ganze Runde um den Wiener Ring und in den 3. Bezirk führt.
Jede Fahrt dauert 75 Minuten.
Die ersten drei Fahrten sind für Schüler*innen vorgesehen, die Einstiegstelle ist im 3. Bezirk, Schlachthausgasse ONr. 14.
Die Abfahrtszeiten sind 09:00 Uhr, 10:15 Uhr und 11:30 Uhr.
Die vierte Fahrt ist speziell für unsere Senior*innen und beginnt um 18:00 Uhr.
Die letzte Fahrt beginnt um 19:15 Uhr und ist für die mitwirkenden Meinungsbildner reserviert.
Zusätzlich haben wir für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Giveaways vorbereitet, passend zum Thema EU und Europa.
Unterstützt wir dieses Projekt unter anderem von:
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Stadt Wien, MA7, Kultur – Bezirksvorstehung Landstrasse
Vertretung der EU-Kommission in Wien
Berufspraktische Tage
Das europäische Jahr der Jugend startete in der Europäischen Akademie Wien mit den berufspraktischen Tagen, die in Wiener Schulen für die 8. Schulstufe durchgeführt werden. Die 13-jahrige Anika Valeskini, Schülerin einer 4. Klasse am Gymnasium GRG21 Bertha von Suttner (Schulschiff), absolvierte diese drei Tage in der Akademie im Bereich Projektmanagement.
Anika blickte nicht nur dem Präsidenten der Europäischen Akademie Wien, Michael Wiesinger, über die Schulter, sondern engagierte sich tatkräftig auch mit der Erstellung von Homepagetexten oder der kreativen Gestaltung von Fotos. Budgetkalkulation, Terminvorbereitungen, Fragenausarbeitung, praktische Abläufe und Gespräche mit Projektpartnern standen ebenso am Programm. Anika lernte die Malerin Elisabeth Gaviria kennen, diskutierte mit Vizepräsident Georg Schüller und traf schlussendlich Otto Benischek. Letzterer hat eine besondere Leidenschaft. Doch, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, um welches Projekt es handelt, welche Fotos und Texte Anika kreierte, das erfahren sie an dieser Stelle zeitgerecht vor dem Europatag am 9. Mai 2022.
Unser größter Dank gilt Anika Valeskini für die beste Zusammenarbeit und Mithilfe!
Konzert des Musikkonservatoriums Blagoja Berse aus Zagreb in Wien
Auf Einladung der Europäischen Akademie Wien gastierte das Musikkonservatorium Blagoja Berse aus Zagreb im Stephanisaal des Curhauses am Stephansplatz in der Wiener Innenstadt.
Junge Künstlerinnen und Künstler zeigten unter der Gesamtleitung von Professorin Alida Poljak ihr exzellentes Können.
Bei vollem Haus wurden Werke von internationalen aber auch kroatischen Komponisten zum Besten gegeben. Der Bogen reichte über viele Epochen.
Musik verbindet. Musik kennt keine Ländergrenzen oder Sprachbarrieren. Musik ist ein Teil der europäischen Identität.
Der Präsident der Europäischen Akademie Wien, Michael Wiesinger, durfte bei diesem Konzert auch die Gesandte der kroatischen Botschaft in Wien, Andrea Selendic, herzlich begrüßen.
Österreich und Kroatien verbindet die gemeinsame Geschichte und natürlich auch das Sonnenbaden und Urlauben. Seit Kroatien der EU, dem Euroraum und dem Schengenabkommen beigetreten ist, sind Wien und Zagreb grenzenlos nahe miteinander verbunden.
Das hautnahe Erleben einer bunten Vielfalt von Instrumenten im Solospiel oder mit Klavierbegleitung öffnete den Zugang zum inneren Musikerlebnis auf eine ganz besondere Art und Weise.
Den zweiten Teiles des Konzertes eröffnete die junge, großartige Pianistin Helena Poljak. Ihr und Ihren Eltern ist der länderübergreifende Kontakt zwischen dem Konservatorium in Zagreb und der Europäischen Akademie Wien zu verdanken.
Die Europäische Akademie Wien bedankt sich bei der Bezirksvertretung der Inneren Stadt mit Bezirksvorsteher MMag. Markus Figl und bei der Fraktion Christlicher Gewerkschafter in der Arbeiterkammer Wien unter Fraktionsobmann und Vizepräsident Friedrich Pöltl für die Unterstützung dieser Veranstaltung.
Unserer besonderer Dank gilt weiters Elisabeth Mangold und Peter Hauer-Pawlik, sowie unseren Partnern von Prima Reisen in Wien.
"Wir wünschen auf diesem Wege den jungen Talenten aus Zagreb das Allerbeste für ihre weiteren Karrieren", so Präsident Wiesinger abschließend.
Tschechien vor dem politischen Wechsel
- Studienreise 2021 nach Prag -
Unmittelbar nach den Wahlen zum tschechischen Abgeordnetenhaus besuchte die Europäische Akademie Wien im Rahmen einer Studienreise die Hauptstadt Prag.
Bereits während der Anreise wurde vom Präsidenten der Europäischen Akademie Wien, Michael Wiesinger, die aktuelle politische Situation in unserem Nachbarland in den Grundzügen dargelegt, wobei Fachexpertisen des Vizepräsidenten der Akademie, Tomas Sedlak, der Tscheche ist und dort auch lebt, einflossen. Nach dem Wahlsieg des Bündnisses Spolu über die ANO Partei von Premierminister Babis war ein Machtwechsel unmittelbar zu erwarten. Die Tatsache, dass Präsident Zeman schwer krank im Spital lag, machte die Lage nicht einfacher. Schon beim ersten politischen Termin der Studienreise im Abgeordnetenhaus der Tschechischen Republik war die Innenpolitik des Landes prägendes Thema.
Auswirkungen einer möglichen Änderung der Machtverhältnisse im Land auf den zukünftigen EU-Kurs Tschechiens verdeutlichte die österreichische Botschafterin Bettina Kirnbauer bei einem Cocktailempfang in der Residenz der österreichischen Botschaft in Prag. Weiters standen bilaterale und kommunalpolitische Themen auf der Tagesordnung. Wesentliche Anregungen und Beiträge zu dieser Diskussion kamen unter anderem von Bezirksvorsteher Stellvertreterin Gerda Müller und Fraktionsvorsitzenden Kammerrat Friedrich Pöltl.
Einen weiteren Höhepunkt der Reise stellte die zweistündige Audienz beim Prager Erzbischof, Kardinal Dominik Duka, dar. Einblicke in das aktuelle Zusammenspiel zwischen Kirche und Staat sowie die Lage der Kirche und der Gläubigen in der Zeit des Kommunismus beeindruckten die Reisegruppe. Auch Europathemen kamen zur Sprache, fordert doch Dominik Duka öffentlich eine Rückbesinnung der Europäischen Union auf ihre christlich-jüdischen Wurzeln. Das Kirchenoberhaupt führte die Delegation der Europäischen Akademie Wien schließlich persönlich durch das Erzbischöfliche Palais. Dabei wurde besonders auf das Portrait des früheren Prager Kardinals Schönborn hingewiesen. Er war der Großonkel des derzeitigen Wiener Erzbischofs Kardinal Christoph Schönborn.
EU-Projekttage:
-Oberstufenschüler:innen reisen nach Budapest-
Im Rahmen des Unterrichtsgegenstandes Projektmanagement planten Schülerinnen und Schüler der 7a des Bundesgymnasiums "Schulschiff - Bertha von Suttner" (Wien 21) eine europäische Studienreise nach Budapest.
Nach einem Vortrag des österreichischen Botschafters in Budapest, Alexander Grubmayr, brachten sich die exzellent vorbereiteten Jugendlichen aktiv in die Diskussion ein.
Es ist zu wenig, über Europa und die EU aus dem Schulbuch lediglich Theoretisches zu erfahren, um den europäischen Geist in sich aufzunehmen. Europa zu begreifen bedeutet auch, Europa mit inhaltlicher Tiefe zu bereisen und praktisch zu erleben.
-Projektteam
Zusammen mit dem Präsidenten der Europäischen Akademie Wien, Michael Wiesinger, MBA, startete daher eine fünfköpfige Projektgruppe der 7a unter der Leitung von Klassensprecherin Victoria-Laura Roman mit den konkreten Vorbereitungen zur Schaffung eines "Prototyps EU Projekttage" für Schülerinnen und Schüler.
-Europäisches Jahr der Jugend. Botschafter trifft Schulklasse
Der österreichische Botschafter in Budapest, Dr. Alexander Grubmayr, empfing am Beginn der dreitägigen Reise die Gruppe mit einem umfassenden Vortrag über das bilaterale Verhältnis Österreichs zu Ungarn sowie über die derzeitigen Spannungsverhältnisse unseres Nachbarlandes mit der Europäischen Union in seiner Budapester Residenz.
Dabei spannte sich der thematische Bogen von der Nachbarschaftspolitik der beiden Staaten, dem Pendlerverkehr über die Staatsgrenzen während der Pandemie bis hin zu den großen Problemfeldern Ungarns mit der Europäischen Union, wo derzeit mehrere Vertragsverletzungsverfahren anstehen und seitens der Union die Option im Raum steht, EU Gelder der laufenden Förderperiode, sowie jene der EU COVID Hilfe, einzufrieren.
-Budapest begreifen
Es braucht ein hohes Maß an Dreidimensionalität, um eine Stadt oder ein Land der EU intensiv erfassen zu können. Das touristisch-historische Erleben und ein Eintauchen in die Gesellschaft im Freizeitmodus gehören ebenso zum "Begreifen" wie politische Diskussionen und Informationen aus erster Hand. Die 7a fand diesbezüglich ein gutes Gleichgewicht und ergänzte die Reise mit einer ausführlichen und altersadäquaten Stadtführung sowie mit einer abendlichen Schifffahrt auf der Donau. Fotomotive der besonderen Art, am Smartphone fixiert, gehören genauso zur jungen Lebensart wie Fastfood, WLan und Vintage Look.
-Der Besuch einer aktiven Synagoge mit einer bestehenden jüdischen Gemeinde rundete die Tage ab.
"Wenn eine muslimische Mitschülerin mit traditionellem Kopftuch und ein Schüler, der sich ebenfalls zum Islam bekennt, mit jüdischer Kippa am Kopf gemeinsam mit den anderen katholischen, evangelischen und religionsfernen Mitschülerinnen in einer Synagoge stehen, um sich im besten Sinne mit dem Judentum zu befassen, dann bin ich innerlich tief bewegt. Der Gedanke eines gemeinsamen Europas überwindet viele Grenzen. Da können so manche engstirnigen "Erwachsenen" von den jungen Menschen noch etwas lernen", so Michael Wiesinger abschließend.
Der besondere Dank der Europäischen Akademie Wien für diese Projekttage ergeht an:
Victoria-Laura Roman (Leiterin)
Alina Wimmer
Victoria Löffelmann
Elias Toldrian
Florian Ezeabasiri
(Projektteam der 7a)
Dir. Mag. Harald Schwarz, MPOS
Prof. Mag. Vera Wiesinger
Prof. Mag. Michael Ploderer
Prof. Mag. Christopher Pumberger
(Direktor und Professor:innen des GRG21 Schulschiff "Bertha von Suttner")
S.E. Dr. Alexander Grubmayr
(Botschafter der Republik Österreich in Ungarn)
Dorrothya Becsi
(Österreichische Botschaft Budapest)
Bundesministerium für Bildung Wissenschaft und Forschung
Gruppenfoto der Exkursion mit dem Botschafter
Die Schüler:innen in Interaktion mit dem Botschafter
Parlament Budapest
Besuch einer Synagoge
Stadtführung Budapest
Wandzeitung
Europa ist nicht irgendwo im fernen und bürokratischen Brüssel, sondern direkt vor der Haustüre. Wir alle sind Europa. In diesem Sinne weist die in der Donaustadt ansässige Europäische Akademie Wien gemeinsam mit der Ganztagsvolksschule Wulzendorfstraße und der donaustädter Künstlerin Elisabeth Gaviria in einem einzigartigen und pandemietauglichen Projekt auf die Unmittelbarkeit der EU in Form von Wandzeitungen hin. Die Illustration von Gaviria zeigt ein tanzendes Paar hautnah auf der Landkarte Europas und die kleinen Aufsätze der Kinder beschreiben ihren Zugang zu den übrigen europäische Staaten, die sie in erster Linie von ihren Urlauben her kennen.
„Besonderer Dank gilt der Bezirksvertretung, Bezirksvorsteher-Stv. Gerda Müller, Bezirksrat Christian Stromberger und Bezirksrat a.D. Wolfgang Vosko für die Unterstützung“, so der Präsident der Akademie, Michael Wiesinger, abschließend.
Downloads als PDF-Datei:
Wandzeitung 1
Wandzeitung 2
Wandzeitung 3
Wandzeitung 4
EU in der Tasche
Kleine Gedächtnisstütze für interessierte Köpfe
Die Broschüre „EU in der Tasche“ wird von der Europäischen Akademie Wien in der vorliegenden Version für die Bundeshauptstadt zur Verfügung gestellt. Redaktionelle Erarbeitung und Aktualisierung erfolgt durch das Europahaus Graz.
Durch das praktische kleine Taschenformat stehen die wichtigsten Fakten über die EU auf 36 Seiten immer griffbereit zum Nachlesen zur Verfügung.
EU in der Tasche Download
Europa geht uns alle an!
Die farbige Broschüre kann unter [email protected] bei Interesse bestellt werden (solange der Vorrat reicht). Ganz besonders geeignet ist das Heftchen auch für Schülerinnen und Schüler.
Die farbige Broschüre kann unter [email protected] bei Interesse bestellt werden (solange der Vorrat reicht). Ganz besonders geeignet ist das Heftchen auch für Schülerinnen und Schüler.
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Kardinal Dominik Duka zu Besuch in Wien
Durch eine Initiative der Europäischen Akademie Wien besuchte im September 2020 der Prager Erzbischof Kardinal Dominik Duka gemeinsam mit Vertretern der Akademie das Parlament in Wien.
Auch auf Grund des heurigen Themenschwerpunktes "Österreich-Tschechien" intensivierten sich die grenzüberschreitenden Kontakte und Aktivitäten, die auch die kirchliche Ebene miteinschließen.
Im Gespräch mit Nationalrätin Dr. Gudrun Kugler standen Themen wie die derzeitige Situation der Kirche in Tschechien, die bilateralen Beziehungen der beiden Staaten zueinander und die Rolle der EU in der Coronakrise im Mittelpunkt. Abschließend wurde neben der weiteren guten Zusammenarbeit auch die Möglichkeit von gegenseitigen Besuchen mit Gruppen von Interessierten vereinbart.
v.l.n.r. Nationalrätin Gudrun Kugler, Kardinal Dominik Duka, Michael Wiesinger und Tomas Sedlak, Abgeordneter a.D. Pavel Tollner, Cz
Themen Tage Grenzland
Das Schwerpunktthema "Österreich Tschechien" der Europäischen Akademie Wien wurde im Oktober mit dem Projekt "ThemenTageGrenzland" fortgesetzt. Besonders deutlich wird die europäische Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten unmittelbar im Grenzgebiet. Eine Reisegruppe der Akademie besuchte in Kooperation mit der Stadtgemeinde Gmünd das Grenzland Gmünd - Ceske Velenice.
Thema "GrenzLandZukunft":
Mit Fördermittel der EU befindet sich derzeit das erste grenzüberschreitende Gesundheitszentrum Europas an der Grenze zwischen Gmünd und Ceske Velenice in der Bauphase. In Kooperation mit den Gemeinden der Grenzregion und dem Krankenhaus Gmünd wird das neue Zentrum Österreichern und Österreicherinnen sowie Tschechinnen und Tschechen gleichermaßen zur Verfügung stehen. Unzählige bürokratische Hürden mussten dabei überwunden werden. Die unterschiedlichen Sprachen waren das geringste Problem.
Thema "GrenzLandGeschichte":
Die nunmehr geteilte Stadt Gmünd erlebte im 20. Jahrhundert eine bewegte Zeitgeschichte. Während des Ersten Weltkrieges errichtete die Monarchie in der kleinen Waldviertler Stadt ihr größtes Flüchtlingslager. Insgesamt waren mehr als 200000 Flüchtlinge aus den Ostteilen des Reiches in Baracken dort untergebracht. Das Lagerkrankenhaus war mit 3000 Betten größer als das heutige AKH in Wien und selbst die hölzerne Lagerkirche bot 2500 Menschen Platz. Dieses gigantische Gesamtareal ist heute der Stadtteil Gmünd-Neustadt. Das Eingangstor und einige Gebäude des Lagers sind bis heute erhalten geblieben.
Nach dem ersten Weltkrieg wurde Gmünd geteilt und das wichtige Bahnhofsareal der Franz Josef Bahn mit seinen ausgedehnten Werkstätten fiel an die Tschechoslowakei. Es entstand rund um den Bahnhof die Stadt Ceske Velenice. Doch die Grenze blieb bis 1938 durchlässig. Durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die tschechische Bevölkerung aus dem Grenzland vertrieben. Die Retourkutsche folgte nach dem 2. Weltkrieg, wo Österreicherinnen und Österreicher aus Böhmen und Mähren gewaltsam ausgesiedelt wurden. Jahrzehntelang trennte in weiterer Folge der Eiserne Vorhang die Menschen der Region. Nach dem Ende des kommunistischen Regimes rückte man näher und näher zusammen. Bereits seit 1991 besuchen tschechische Schülerinnen und Schüler als Grenzgänger Schulen in Gmünd, das Gesundheitswesen und ein gemeinsamer Wirtschaftspark werden grenzüberschreitend genutzt.
Thema "GrenzLandIndustrie"
Dies- und jenseits der Grenze existierte eine starke Glasindustrie (z.B. Stölzle Kristall). Das Gebiet war aufgrund seines großen Holzvorkommens als Standort dafür ideal geeignet. Veränderte Rahmenbedingungen ließen diesen gemeinsamen, traditionellen Industriezweig beinahe verschwinden. Kleinere Glashütten führen die Tradition jedoch bis heute mit hohen künstlerischen Ansprüchen fort. Die Akademie besuchte im Rahmen einer Betriebsbesichtigung die Glasbläserei Apfelthaler mit ihrem Fachmuseum und den schillernden Glasgärten.
Flüchtlingslager Gmünd im 1. Weltkrieg
Glasgärten der Glasbläserei Apfelthaler.
Fußgängergrenzübergang Österreich Tschechien am Bahndamm der ehem. Schmalspurbahn
Budapest/Bratislava
Die Europäische Akademie Wien veranstaltete Ende April eine Studienreise nach Budapest und Bratislava. Die aus 27 Personen bestehende Gruppe war 3 Tage unterwegs und traf neben einem Besuch im Kulturinstitut in Budapest unter anderem auch die österreichischen Botschafterinnen in der Slowakei (Mag. Margit Bruck-Friedrich, MA) und in Ungarn (Mag. Elisabeth Ellison Kramer). Drei Studentinnen durften sich über ein Reisestipendium der Europäischen Akademie Wien freuen.
Budapest Residenz mit Botschafterin
Bratislava mit Botschafterin und Gesandten
StudentInnen des Reisestipendiums
Kulturinstitut Budapest
Studienreise nach Prag
Unter der Voraussetzung, dass die COVID19 Maßnahmen Anfang Oktober eine Reise nach Tschechien zulassen, wurde seitens der Europäische Akademie Wien eine Studienreise von 8. bis 10. Oktober 2020 nach Prag geplant.
Grundsätzlich setzte die Akademie in den letzten Jahren den Schwerpunkt, sich mit den unmittelbaren südosteuropäischen Nachbarstaaten näher zu beschäftigen, Kontakte zu knüpfen, aktuelle Informationen auszutauschen und die Länder mit ihrer Kultur und Politik Interessierten näher zu bringen.
Gerade die bilateralen Beziehungen zu Tschechien sind immer wieder auch durch kontroversielle Themen, wie grenznahe Atomkraftwerke oder den Umgang mit vergangenen Vertreibungen und den Benesch Dekreten besonderen Herausforderungen ausgesetzt. Wie hoch die Bedeutung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und der Austausch an Arbeitskräften ist, zeigt die Corona Krise deutlich auf.
Die inhaltlichen Schwerpunkte der Studiereise sollten diese Aspekte widerspiegeln. Es wurden Gesprächstermine in der österreichischen Botschaft in Prag sowie im tschechischen Parlament geplant.
„Höhepunkt wird mit Sicherheit die Begegnung mit dem Erzbischof von Prag Kardinal Dominik Duka, der auf ein langes Leben, das von politischen und gesellschaftlichen Veränderungen geprägt wurde, zurückblickt und dem die kirchliche und europäische Zukunft ein großes Anliegen ist“, so der Präsident der Europäischen Akademie Wien Michael Wiesinger abschließend
Vizepräsident Tomas Sedlak bei einem Vorbereitungsgespräch mit Nationalrätin Gudrun Kugler
Kurz notiert:
Studienreise nach Südmähren
Im April 2022 veranstaltete die Europäische Akademie Wien erneut eine dreitägige Studienreise. Auf den Lebenspfaden großer Europäer, wie dem Heiligen Klemens Maria Hofbauer oder dem Komponisten Gustav Mahler, wurde in Südmähren nicht nur europäische und grenzüberschreitende Geschichte lebendig, sondern auch aktuelle EU-Projekte rückten in den Focus des Interesses. Neben Teltsch, Kloster Zelim, usw., war Dreh- und Angelpunkt der Reise die Stadt Iglau, in der Gustav Mahler seinerzeit als Kind jüdischer Eltern aufwuchs. Der dort beheimatete Vizepräsident der Europäischen Akademie Wien, Tomas Sedlak, ergänzte die Eindrücke mit seiner hochinteressante politische Fachexpertise.
Auch für die Jüngsten kann Europa spannend sein!
Der Präsident der Europäischen Akademie Wien, Michael Wiesinger, führte rund um den Europatag 2022 eine 2. Klasse Volksschule durch die Wiener Innenstadt, um auch schon die ganz jungen Schülerinnen und Schüler von der Europaidee zu begeistern. Mit von der Partei war auch eine Handpuppe, „der liebe Augustin“, der von jeder und jedem getragen werden durfte und als Ko-Moderator seinen heiteren Dienst versah.
Altpräsident Prochaska: „Mein Brünn“
Die Vorfahren des ehemaligen Präsidenten der Europäischen Akademie Wien, Johannes Prochaska, kamen aus der Gegend um Brünn. Darüber hinaus engagierte sich Prochaska als Mandatar im Wiener Landtag und Gemeinderat ganz massiv für den Aufbau der jungen Demokratie in Tschechien nach der Zeit des Kommunismus. In den frühen 1990er begann sich eine tiefe Freundschaft zum seinerzeitigen Vizepräsidenten des tschechischen Parlaments, Pawel Tollner, zu entwickeln.
Auf Initiative von Michael Wiesinger kam es im Mai 2022 nach langer Zeit zu einem Wiedersehen der beiden Herrn in Brünn. Der ebenfalls mitgereiste Vizepräsident der Akademie, Wolfgang Vosko, unterstütze mit seinen Kenntnissen der slawischen Sprachen die Kommunikation der beiden. Alte Geschichten überschlugen sich förmlich. „Für mich wurde beim Zuhören ein Stück Zeitgeschichte lebendig“, kommentierte Michael Wiesinger die Eindrücke bei der Rückkehr nach Wien.